zwiebel

Unsere Wochenstruktur

 

  •  Kindertreff
    Unser Kindertreff findet täglich um 9.00 Uhr, in zwei Kleingruppen statt. Die Kinder versammeln sich um den runden Teppich. Im Kindertreff besprechen wir mit den Kindern den Tagesablauf. Ebenso werden Informationen z.B. über anstehende Ereignisse etc. an die Kinder weitergegeben. Wenn sich die Kinder zum Kindertreff in den Kreis setzen, nimmt sich jedes Kind ein Stäbchen aus dem Korb, welcher in der Kreismitte steht. Der Kindertreffhelfer, sammelt dann von jedem Kind das Stäbchen ein. Wir schauen damit, wie viele Kinder an diesem Tag im Kinderhaus sind. Die übrig gebliebenen Stäbchen zeigen uns, wie viele und welche Kinder fehlen. Anschließend legen wir die Ziffer der anwesenden Kinder mit den Zifferkarten.  An unserem Kalender hängt der Kindertreffhelfer den aktuellen Wochentag, Datum, Monat und die Jahreszeit an. Unsere Jahreskette soll für die Kinder die „Zeit“ begreifbar machen. Hierfür fädeln wir täglich eine Perle auf, auch für die Wochenenden. Der Sonntag bekommt, da er ein besonderer Tag ist, eine goldene Perle. Mit der Jahreskette sollen für die Kinder außerdem auch die einzelnen Monate und die verschiedenen Jahreszeiten dargestellt werden.

 

  • Gemeinsames Frühstück / Mittagessen
    Hier ist es uns besonders wichtig, den Kindern eine familiäre Umgebung und Ablauf zu schaffen. Die Kinder sollen alltägliche Dinge und Abläufe, wie Getränke in Gläser eingießen, Umgang mit Messer und Gabel, Zubereitung und Herrichten von Mahlzeiten,….,  kennenlernen und erleben. Weiterhin sollen die Kinder ein Gefühl dafür bekommen, z.B. durch Buffet, welche Mengen gebe ich auf meinen Teller und schaffe es zu essen,….
     
  • Tischdienst
  • Nach dem Frühstück verrichten die Blumenkinder ihren Tischdienst, bei dem jede Woche zwei andere Kinder an der Reihe sind. Dies bedeutet: Tische nass und trocken wischen, Bistro für das nächste Essen vorbereiten. Hierbei werden sie von einer Erzieherin begleitet.

 

  •  Leise Spielzeit                                                   
    Die leise Spielzeit findet bei uns täglich von 9.45 Uhr bis 10.45Uhr statt. In der leise Spielzeit finden auch Materialdemonstrationen statt.  Die Materialdemonstrationen beinhalten u.a. auch selbst hergestellte Materialien, anhand dessen wir gemeinsam mit  den Kindern auch Themen wie z.B. gesunde Ernährung, Verkehrserziehung,… erarbeiten. In der leisen Spielzeit, sollen die Kinder in einer leisen Atmosphäre zur Ruhe kommen und zu sich selbst finden. Die Kinder sollen sich in dieser Zeit intensiv auf ein Material einlassen können und neue Lernerfahrungen sammeln. In der leisen Spielzeit sollen die Kinder zu einem konzentrierten Arbeiten gelangen und sich längere Zeit mit einer Sache beschäftigen können. Die Kinder sollen in dieser Form Ausdauer, Zielstrebigkeit, Zuverlässigkeit und Anstrengungsbereitschaft erlernen. In der leisen Spielzeit, finden regelmäßige Beobachtungen statt. Anhand der Beobachtungsergebnisse, werden in den Teamsitzungen Zielsetzungen für die Kinder erarbeitet und / oder Reflektiert. Die schriftlichen Beobachtungen werden in die Entwicklungsbögen der Kinder übertragen und dienen somit als Grundlage für Entwicklungsgespräche. In der Leisen Spielzeit unterhalten wir uns in „Flüsterstimme“, es läuft meditative Musik im Hintergrund.

     
  • Der Sprechkreis
    Der Sprechkreis findet täglich nach der leisen Spielzeit statt. Die Kinder treffen sich hierzu um den runden Teppich. Im Sprechkreis sollen die Kinder die leise Spielzeit reflektieren können. Die Kinder sollen ihre Gefühlslagen während der leisen Spielzeit beschreiben können. Im Sprechkreis erhalten die Kinder Rückmeldung von den Erzieherinnen über Beobachtungen während der leisen Spielzeit. Die Kinder sollen in der Lage sein, sich gegenseitig Rückmeldung über diese Zeit zu geben. Die Kinder sollen hierbei Gesprächsregeln erlernen und einhalten können.

     
  • Die Krippengruppe
    Während der leisen Spielzeit finden auch in der „Krippengruppe“ altersentsprechende Aktivitäten statt (z.B. wir experimentieren mit Wasserfarben, Fingerfarben, Knet, machen unterschiedliche Sinneswahrnehmungen,…).
     Die Kinder arbeiten mit Materialien aus den Bereichen tägliches Leben und Sinnesmaterial. Ebenso stehen den Kindern zahlreiche Materialien ihres Alters und Entwicklungsstandes entsprechend zur Verfügung. Die Kinder können ihren Bedürfnisse in den Bereichen Rollenspiel in einer großzügigen Puppenwohnung, Kreativität in unserm Malbereich usw. nachgehen. Ebenso besteht für die Kinder die Möglichkeit ihrem Bedürfnis nach  Bewegung in der Bewegungsbaustelle nachzugehen. Als wichtiger Bestandteil zu unserem Tagesablauf zählt auch das Wickeln.

     
  • Freispiel
    Jeder Tag beginnt mit dem “freien Spiel”, d.h. jedes Kind kann frei auswählen, womit, mit wem und wie lange es spielt. Wir Erzieherinnen geben den Kindern Anregungen und Anleitungen, wenn sie einmal nicht wissen, mit wem sie spielen könnten. Jedes Kind kann also im Kinderhaus nach Herzenslust spielen.
    Den ganzen Tag spielen, mag für viele Erwachsene heißen:
    Den ganzen Tag “nur” spielen. Für das Kind heißt es: Den ganzen Tag lernen, begreifen, Erfahrungen sammeln und sich wohl fühlen.
    Im Spiel verarbeiten die Kinder ihre täglichen Erfahrungen. Dadurch bereiten sie sich auf das Leben vor. Die Kinder durchleben im Spiel Gefühle wie Freude, Wut, Zuneigung, Begeisterung, Stärke, Schwäche usw. Spielen fördert außerdem die Phantasie, Ausdauer und Konzentration des Kindes. Im freien Spiel lernen die Kinder sich mit den Spielkameraden auseinander zu setzen. Sie lernen zu tauschen, zu teilen, anderen zu helfen, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern, Freunde zu gewinnen, nachzugeben usw...
    Beim Spielen mit Gegenständen “begreift” das Kind deren Sinn und Funktion, indem es sie anfasst, bewegt, aneinander reiht, mit ihnen experimentiert. Es lernt Dinge zu vergleichen und zu unterscheiden, ihren Nutzen zu erkennen und sie zu bezeichnen. 
     
  • Stilleübung
    In der Mittagszeit finden bei uns im Kinderhaus Stilleübung statt. Der Kinderhausalltag kann sehr anstrengend für die Kinder sein, gerade an lauten und hektischen Tagen. Deshalb ist es wichtig, dass sie sich ausreichend entspannen, das heißt ausruhen können, um neue Kraft zu sammeln.
    Wir lesen den Kindern Phantasiereisen, Märchen, Traumgeschichten... vor oder machen Massagen mit den Kindern.
    - Übungen der Stille Des Weiteren führen wir mit den Kindern Übungen der Stille durch. Diese Übungen finden statt, wenn die Kinder an sich ruhig gestimmt sind. Wir machen mit den Kindern z.B. das gehen auf der Linie (Ellipse). Jeder einzelne läuft auf der Ellipse mit oder ohne Gegenstand, schult dabei Gleichgewicht, die Konzentrationsfähigkeit und findet in der Ruhe zu sich selbst. 
     
  • Bewegung / Bewegung im Freien
    Wir sind täglich mit den Kindern zum Sieilen im Garten. Beim Spielen im Freien, sollen die Kinder ihren individuellen Bewegungsbedürfnissen nachgehen können und elementare Bewegungsbedürfnisse sammeln und befriedigen können. Außerdem sollen die Kinder motorische und koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten erproben und verfeinern können. Ebenso sollen die Kinder konditionelle Fähigkeiten ausbilden. Durch die Bewegung und das Spielen im Freien sollen die Kinder eigene körperliche Grenzen erkennen und durch Üben erweitern. Es sollen sich bei den Kindern Körpergefühl und Körperbewusstsein entwickeln. Die Kinder sollen durch Bewegung  einen bewussten Zugang zu sich selbst finden.
    Durch selbständiges Lösen von Bewegungsaufgaben sollen die Kinder Selbstwirksamkeit erfahren. Die Kinder sollen Bewegungsfreude und Aktivitätsbereitschaft erhalten und Freude am Zusammenspiel in einer Gruppe entwickeln und außerdem einen Ausgleich von Bewegungsmangel schaffen.
    Des weiteren haben die Kinder täglich die Möglichkeit im Tagesablauf ihrem Bewegungsbedürfnissen in unserem Turnraum nachzugehen.
     
  • Musikerziehung

    Wir entdecken die Musik
    „Eine Umgebung ohne Musik ist für die musikalische Entwicklung des Kindes eine tote Umgebung. Wo nicht musiziert wird, kann sich kein musikalischer Sinn und Musikverstand entwickeln“                                
                                                                      (Maria Montessori)
    Kinder entdecken die Welt über Töne, Klänge und Geräusche. Musik sollte erlebbar und spürbar werden.
    Töne, Klänge und Geräusche vermitteln nicht nur gute Laune, sondern sie tragen wesentlich zur körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklung von Kindern bei.

    „MUSIK IST DIE SPRACHE DES HERZENS“
    Wie gestaltet sich die Musikerziehung:
    -wir lernen verschiedene Geräusche und Klänge kennen
    -wir überlegen, welche Körperinstrumente wir haben und singen dazu
    -wir versuchen mit unseren Körperinstrumenten wie klatschen, stampfen, pfeifen, schnalzen,...ein Rhythmusgefühl zu entwickeln. D.h. schnelle und langsame Töne kennen lernen .
    -später werden wir mit verschiedenen Rhythmusinstrumenten üben
    -wir stellen selbst Instrumente her, z.B. Becherrassel, Nusskastagnetten
    -wir bewegen uns zur Musik
    -wir machen mit Sprache Rhythmus z.B. verschiedene Sprechverse

    Musikerziehung gibt es aber nicht nur für die Kinder im letzen Kinderhausjahr. Auch im Alltag wird viel gesungen, Lieder werden mit Instrumenten begleitet und mit Bewegung abgerundet. In der „leisen Spielzeit“ erfahren die Kinder dass Musik entspannend und beruhigend wirken kann und dass wir mit ruhiger, leiser Stimme sprechen.
     
  • Arbeit an pädagogischen Themen
  • Unsere pädagogischen Themen während des Jahres richten sich nach unterschiedlichen Beweggründen:

    • Religiöse Feste und Feiern im Jahreskreis, z. B. Erntedank, Advents- und Weihnachtszeit,…
    • Angebote nach den Jahreszeiten
    • Wichtige Themen aus Sicht der Erzieherinnen, z. B. gesunde Ernährung, Konfliktbewältigung,…
    • Ideen und Bedürfnisse der Kinder, z. B. Berufe der Eltern, Natur,…

    Uns ist es hierbei wichtig, diese Themen ganzheitlich mit allen Sinnen (Riechen, Fühlen, Sehen,…) und Methoden (Lieder, Fingerspiele, Geschichten, Kreatives, Rollenspiele,…) umzusetzen. D. h. nicht nur über diese Themen sprechen, sondern sie erlebbar machen

     

  •  Forschertreff
  • Der Forschertreff ist Teil der kosmischen Erziehung nach Maria Montessori. Wie der Name schon sagt, erforschen die Kinder hier verschiedene Themen. Natur ist ein großer Bereich, in dem die Kinder viel über das Wachsen und Gedeihen lernen. Der zweite Bereich bezieht sich auf die Naturwissenschaft. Kleine Experimente veranschaulichen den Kindern verschiedene Phänomene und helfen dabei diese zu verstehen. Die Kinder können selbst ausprobieren und tätig sein und sich über Erlerntes mit Anderen austauschen.
  • Brotzeit
  • Für alle Kinder, die den ganzen Tag bei uns im Kinderhaus sind, bietet sich am Nachmittag noch einmal die Möglichkeit eine Kleinigkeit zu essen